frameworks
Hi developers,
allentscheidend gibts immer Diskussionen welches Framework das "beste"
ist. Ich muss mich nun zwischen Zend oder seagull entscheiden...
Momentan tendiere ich zu zend, allerdings nur aus dem Grund da ich hier
am ehesten das Gefühl habe, dass es die kommenden Jahre auch gepflegt
wird. Auch Stickpunkte wie refactoring, unit testing, Integration mit
birt... auch hier scheint zend zu punkten. Und dann noch die letzte
Verlautbarung zde + eclipse sei nun in der betaphase...
Wenn ich mich allerdings unsehe welche frameworks Verwendung finden und
welche hier scheinbar sympatie bei anderen Entwicklern finden, so taucht
immer wieder das "seagull" auf. Kann mir jemand sagen warum?
Robert
Re: frameworks
Robert Miller schrieb:
> Ich muss mich nun zwischen Zend oder seagull entscheiden...
> Momentan tendiere ich zu zend
Ich benutze verschiedene.
Ich war anfangs vom Zendframework begeistert, aber ich finde inzwischen,
dass der Grad der Objektorientiertheit bei beispielsweise Db.php die Grenze
zur Perversion überschritten hat.
SQL-Kenntnisse reichen nicht mehr aus. Man muss sich nun intensivst ins
Zendframework einarbeiten, weil nichs mehr ist, wie es mal war. Da nutze
ich PDO lieber direkt ind versichte auf Db.php des Zendframework und kann
meine SQL-Kenntnisse direkt einfließen lassen.
Das muss nicht heißen, das der Rest schlecht sein muss. Ich persönlich
bediene mich, wo es mir Vorteile bringt. Ich würde mich nicht auf ein
einziges Framework festlegen wollen.
Martin
Re: frameworks
> Ich war anfangs vom Zendframework begeistert, aber ich finde inzwischen,
> dass der Grad der Objektorientiertheit bei beispielsweise Db.php die Grenze
> zur Perversion überschritten hat.
>
> SQL-Kenntnisse reichen nicht mehr aus. Man muss sich nun intensivst ins
> Zendframework einarbeiten, weil nichs mehr ist, wie es mal war. Da nutze
> ich PDO lieber direkt ind versichte auf Db.php des Zendframework und kann
> meine SQL-Kenntnisse direkt einfließen lassen.
Ich habe gerade mal reingeschaut. Auf den ersten Blick ist sowas
natürlich pervers, aber auf den zweiten kommt es auf den Einsatzzweck
an. Ich habe mir etwas ähnliches geschrieben, das ist /noch/ perverser
(so ziemlich jeder Einzelbestandteil eines Queries ein Objekt).
Für einen regulären SQL-Query ist das lästig, dort, wo ich aber
komplexere Queries abhängig von Parametern ändern will - beispielsweise
Sortieren einer Liste, Paging oder Parametrisierung im Rahmen einer
komplexeren Abfragemöglichkeit - ist es äusserst praktisch, weil ich
nicht immer von neuem einen Query aus strings zusammenkleben muss.
--
Mein Zeugs:
http://www.hadanite-marasek.de/classes.php
http://www.objektivsuche.de/
Ansonsten:
http://www.php-faq.de/q/q-newsgroup-wie-helfen.html
Re: frameworks
Hadanite Marasek schrieb:
> Für einen regulären SQL-Query ist das lästig, dort, wo ich aber
> komplexere Queries abhängig von Parametern ändern will - beispielsweise
> Sortieren einer Liste, Paging oder Parametrisierung im Rahmen einer
> komplexeren Abfragemöglichkeit - ist es äusserst praktisch, weil ich
> nicht immer von neuem einen Query aus strings zusammenkleben muss.
Für solche Zwecke benutze ich Funktionen. Nur um programmgesteuert
SQL-Strings zu formen, brauche ich keine db-Klasse.
Ein weiterer Aspekt: PDO. Macht man die Performancevorteile von PDO durch
eine darauf zugreifende komplexe DB-Klassen-Kontruktion nicht zunichte? PDO
ist doch ausgesprochen komfortabel nutzbar. Wozu braucht man da noch eine
DB-Klasse, welche drübergestülpt wird?
Martin
Re: frameworks
> Für solche Zwecke benutze ich Funktionen. Nur um programmgesteuert
> SQL-Strings zu formen, brauche ich keine db-Klasse.
Daraus könnten wir jetzt einen Streit funktional vs. objektorientiert
machen. Weitgehend sinnlos (der Streit), der Vorteil an der
objektorientierten Datenbankgeschichte wie Zend_Db & meins ist halt,
dass man ein Objekt anstelle eines Strings oder einem Array hat.
Ich gehe sogar so weit zu sagen, dass OOP erst dann richtig Sinn ergibt,
wenn man es mal "pervers" betreibt.
> Ein weiterer Aspekt: PDO. Macht man die Performancevorteile von PDO durch
> eine darauf zugreifende komplexe DB-Klassen-Kontruktion nicht zunichte? PDO
> ist doch ausgesprochen komfortabel nutzbar. Wozu braucht man da noch eine
> DB-Klasse, welche drübergestülpt wird?
Das kommt darauf an. Ich werde bestimmt nicht meine Select-Klasse
auspacken, nur um ein einfaches "select * from dUsers where duId = ?"
abzufeuern.
Die Select-Klasse verwende ich z. B. so:
-Select instantiieren und formulieren
-Select an Search weiterleiten, das ist modular aufgebaut, die Module
zeigen dann Schaltflächen zur Eingrenzung an und erweitern Select
dementsprechend.
-das so modifizierte Select an QueryList weiterleiten, was das Ergebnis
darstellt und noch Schaltflächen für die Sortierung bereitstellt (und
paging, wenn ich mal Zeit über habe...).
-das Select kann ich übrigens an ein anderes Select weitergeben, z. b.
als Subselect...
--
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Re: frameworks
Hadanite Marasek schrieb:
> Das kommt darauf an. Ich werde bestimmt nicht meine Select-Klasse
> auspacken, nur um ein einfaches "select * from dUsers where duId = ?"
> abzufeuern.
Möglicherweise ist die deutsche Version der Zend-Dokumentation in dem Punkt
einfach zu schlecht. Die Nutzbarkeit eines Framework steht und fällt mit
der Qualität der zugehörigen Doku.
Martin